Schulgarten-Konzept der GBR

 

Konzept zum Aufbau, zur Bewirtschaftung und zur künftigen unterrichtlichen Nutzung eines Schulgartens in der Kleingartenanlage Hafenwiese als Maßnahme zur Förderung ökologischer Projekte an der Gertrud-Bäumer Realschule


 

Unsere Schüler werden für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung sensibilisiert. Gemeinschaftlich tragen Schüler mit Unterstützung der Lehrer Sorge für die Klassenräume und die dazugehörigen Gärten. Fach- und Projektunterricht tragen dazu bei, dass das Verständnis für die Umwelt und die Verantwortung von Schülern für deren Schutz und Erhaltung vertieft werden.“

Allgemeines

Bei der Arbeit an außerschulischen Lernorten in Dortmund in den vergangennen Schuljahren sind die Vorzüge innerschulischer Lernorte für den Biologieunterricht deutlich geworden. Die außerschulischen Lernorte sind von der Schule aus oft nur durch eine Straßenbahnfahrt oder einen längeren Fußmarsch zu erreichen und der organisatorische Aufwand ist erheblich. Zu Vorzügen eines innerschulischen Lernortes zählen deswegen unter anderem die gute Erreichbarkeit vom Schulgelände und die ständige Verfügbarkeit. Darüber hinaus muss der im Schulprogramm der GBR beschriebene verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt von allen Schülerinnen und Schülern regelmäßig im Schulalltag an einem innerschulischen Lernort eingeübt werden und darf nicht nur im Kontext vereinzelter Veranstaltungen für wenige Schülerinnen und Schülern an außerschulischen Lernorten erfolgen.

Bei Schülerinnen und Schülern aus dem Ballungsraum Ruhrgebiet muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass die Umwelt selbst in ihrer scheinbar naturfernen Heimatstadt bereits direkt vor der Haustür beginnt und nicht nur bloß auf Exkursionen in Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie Nationalparks erfahren werden kann. Die von Biologiedidaktikern geforderten „originalen Begegnungen“ mit „Lebewesen in ihren Habitaten“ und „Primärerfahrungen“ mit „Realobjekten“ können für die Schülerinnen und Schüler nur den Charakter des Außergewöhnlichen und des im Alltag Nichterreichbaren verlieren, wenn sie ihnen regelmäßig im Rahmen des Regelunterrichts ermöglicht werden. Dadurch können sie für Schülerinnen und Schüler, „die in einer zunehmend mediatisierten und virtualisierten Welt aufwachsen, in der Sekundärerfahrungen auf Kosten der Primärerfahrungen zunehmen“, einen besonderen Stellenwert gewinnen. Nur im Rahmen täglichen Handelns können ökologisches Denken und Verantwortungsbewusstsein für Schutz und Erhaltung der Umwelt zu einer selbstverständlich verinnerlichten Haltung werden. Der Schulgarten der GBR mit dem Teich, der Obstwiese, den Hochbeten und und den Insektenhotels bietet hierzu großes, bislang nicht oder nicht optimal genutztes Potenzial.

Eine schuljahresbegleitende Schulgarten-AG plant, baut in Zusammenarbeit mit den Technik-Kursen und bewirtschaftet den sukzessive entstehenden Schulgarten. Ein sich anschließendes Schulgarten-Projekt in der Projektwoche findet mit der Zielsetzung statt, größere gartenbauliche Maßnahmen vorzunehmen und den Schulgarten für die Bewirtschaftungspause in den Sommerferien vorzubereiten. Die Schulgarten-AG und das Schulgartenprojekt werden betreut, die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler rekrutieren sich aus allen Jahrgängen 5 bis 10.

Pädagogische Konzeption

 

Der Betrieb eines Schulgartens verbindet fächerübergreifend theoretische und praktische Aspekte. Die Zeit im Garten ist vor allem eine Naturerfahrung, in der ganz nebenbei allgemeine Fähigkeiten gefördert werden. Spielerisch kann in dieser anderen Umgebung Wissen vermittelt werden.

Dabei soll nicht nur reines Gärtnerwissen vermittelt werden, die Kinder lernen vor allem:

 

Beobachten

  • Wie entwickelt sich die Pflanze?

  • Was geschieht vom Samen bis zur Ernte?

  • Wie verändert sich der „Raum“ Garten in den verschiedenen Jahreszeiten?

 

Entdecken

  • Wo kommen unsere Nahrungsmittel her?

  • Was geschieht mit dem Pflanzenmaterial das wir nicht verwerten?

  • Wie entsteht Boden?

  • Wer lebt außer den Pflanzen noch im Garten?

 

Fühlen und Riechen

  • Wie fühlt sich nasse Erde an?

  • Wie unterschiedlich riechen die Kräuter?

 

Schmecken

  • Was kann man mit Pflanzen machen / kochen?

  • Wie kann man Pflanzen oder Früchte konservieren?

 

Künstlerisch gestalten

  • Gestalten mit Gartenmaterial

  • Gestalten des Gartens zur Förderung das kreativen Arbeitens

 

Geschicklichkeit

  • Bei der Arbeit im Garten werden Geschicklichkeit, Geduld und Konzentration geübt

 

Miteinander

  • Arbeiten im Team fördern

  • Arbeiten müssen im Team koordiniert und organisiert werden

  • So gehört der Erfolg fast immer der Gruppe

  • Einzelleistungen sind weniger wichtig und jeder Schüler kann positive Erlebnisse haben

 

Nicht aufgeben

Die Natur will nicht so, wie wir es wollen. Die Kinder werden feststellen, dass nicht jede Handlung automatisch zum Erfolg führt. Misserfolge werden analysiert, die Kinder erarbeiten Verbesserungen und werden auch erkennen, dass man manchmal einfach von vorne anfangen muss. Im Schulgarten zu unterrichten, erlaubt, die Natur auf eine spielerische Art zu entdecken und ökologische Zusammenhänge zu verstehen.

 

 

Hier sehen Sie die ersten Fotos aus unserem Schulgarten

Die erste Ernte - alles BIO!
Alle Bewohner - 42 Goldfische und 8 Frösche - überlebten die Teichsäuberung
Ohne engagierte KollegInnen geht hier nichts!
Der Winter verabschiedet sich mit einem Herzchen!
Es gibt immer was zu tun!
"Es grünt so grün..."