Konzeption zur Schulsozialarbeit an der Gertrud-Bäumer-Realschule

Diplom Sozialpädagogin Angela Hofele

1. Auftragsgrundlagen der Schulsozialarbeit

 

Das Konzept der Schulsozialarbeit an der Gertrud-Bäumer-Realschule unterliegt dem Rahmenkonzept „Schulsozialarbeit an Dortmunder Schulen“ von November 2005.

 

Seit September 2011 wurde im Rahmen der Umsetzung von Bildung und Teilhabe in der Schule eine ganze Stelle Schulsozialarbeit eingeführt. Das Kinder – und Jugendhilfegesetz (KJHG) bildet neben dem Gesetz zur Umsetzung von Bildung- und Teilhabe, die wichtigsten Grundlagen für den Auftrag zur Schulsozialarbeit. Im Folgenden werden auszugsweise zentrale Paragraphen aus dem Kinder – und Jugendhilfegesetz (SGB VIII: Kinder – und Jugendhilfegesetz vom 26.Juni 1996) wiedergegeben.

 

§ 1 Abs. 1

Recht des jungen Menschen auf Förderung der Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit

§ 1 Abs. 3 Satz 2

Beratung und Unterstützung der Eltern und anderer Erziehungsberechtigter bei der Erziehung

§ 1 Abs. 3 Satz 4

Beitrag zur Erhaltung und Schaffung positiver Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche und einer kinderfreundlichen Umwelt

 

§ 9 Abs. 3

Abbau von Benachteiligungen zwischen Mädchen und Jungen und Förderung der Gleichberechtigung

 

§ 11 Abs. 1

Angebote zur Mitbestimmung, Mitgestaltung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Mitverantwortung

§11 Abs. 3 Sätze 3 und 6

Angebot der arbeitswelt- ,schul- und familienbezogenen Jugendarbeit sowie der Jugendberatung

 

§ 13 Abs. 1

Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und der sozialen Integration als Hilfe zum Abbau sozialer Benachteiligung und individueller Beeinträchtigung

 

§14

Angebote des erzieherischen Kinder – und Jugendschutzes zum Schutz vor gefährdeten Einflüssen und Entwicklung der Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit und gesellschaftlicher Verantwortung

 

§§ 16 – 18

Beratung von Müttern, Vätern und anderen Erziehungsberechtigten bei der Erziehung, Partnerschaftsfragen, Trennung, Scheidung und Ausübung der Personensorge

 

§§ 27 – 41

Hilfen zur Erziehung (HzE) durch Unterstützung der Personensorgeberechtigten

 

§ 29

Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten mit dem Ziel sozialen Lernens.

 

 

2. Schulsozialarbeit an der Gertrud-Bäumer-Realschule

 

700 Schüler aus 27 Nationen besuchen die Realschule im Dortmunder Norden.

91 % unserer Schüler haben einen Migrationshintergrund. Oft gibt es nur ein bis zwei deutsche Schüler pro Klasse. 75% der Eltern unserer Schüler erhalten Transferleistungen durch das Jobcenter oder erhalten Hilfen zum Lebensunterhalt. Diese Konzentration verstärkt die Integrationsdefizite der Schülerinnen und Schüler im Bereich Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialleben.

 

Was heißt das für eine Schule in der Nordstadt? Die Verständigung zwischen den Schülern der unterschiedlichen Kulturen führen täglich zu Missverständnissen, Streitereien oder führen sogar zu körperlicher Auseinandersetzung. Manche Schüler erkennen die Schulregeln nicht an, stören den Unterricht oder bleiben dem Unterricht fern.

 

Schulsozialarbeit an der Gertud-Bäumer-Realschule ist ein wichtiger Bestandteil der Schule, um das Verständnis der Schüler untereinander zu fördern und allgemein-verständliche Regeln zu entwickeln. Schulsozialarbeit kann die sozialen Kompetenzen und Fähigkeiten stärken. Sie kann gemeinsam mit den Schülern Regeln erarbeiten und umsetzen lernen und helfen ein Demokratieverständnis zu entwickeln. Im Besonderen gilt es aber für alle Schülerinnen und Schüler Zukunftsperspektiven zu entwickeln und Möglichkeiten zu schaffen, um sie am sozialen und kulturellen Leben teilhaben zu lassen.

 

 

2.1 Bedeutung der Schulsozialarbeit

 

Die Schulsozialarbeit ist eine hilfreiche Ergänzung zur pädagogischen Arbeit der Lehrkräfte und somit eine Form der Jugendsozialarbeit bzw. Jugendhilfe.

 

Während die Lehrer/innen Wissen, Werte und Normen und auch soziale Kompetenzen vermitteln, liegt der Arbeitsschwerpunkt der Schulsozialarbeit in der Förderung der sozialen und individuellen Kompetenzen, aber auch bei der Vermittlung von Werten und Normen. Dabei bringen sowohl Lehrer/innen als auch die Schulsozialarbeiter/in ihren eigenen Blickwinkel und ihre hieraus resultierende Zielsetzungen, Vorgehensweisen und Kompetenzen in die Schule ein.

 

Durch die Schulsozialarbeit wird neben der pädagogischen Arbeit der Lehrer/innen ein neues und zusätzliches Angebot von Zielen, Herangehensweisen, Methoden und Aktivitäten in die Schule eingeführt.

 

Die Schulsozialarbeit ist als ein eigenständiges Arbeitsfeld und Bindeglied zwischen Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern und Institutionen zu verstehen, die kooperativ und ergänzend arbeitet. Außerdem ermöglicht die Präsenz einer Schulsozialarbeiter/in eine ständige Erreichbarkeit für alle Beteiligten und stellt eine zusätzliche Ressource für die Institution Schule dar.

 

 

2.2 Zielgruppen der Schulsozialarbeit

 

2.2.1 Alle Schüler/innen

 

- alle Schüler/innen, insbesondere sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte Schüler/innen

- Schüler/innen mit kurzfristigen schulischen, beruflichen, sozialen oder persönlichen Konflikten (Beratungsbedarf)

- Schüler/innen mit verfestigten, schulischen, beruflichen, sozialen und persönlichen Konflikten (z.B. Drogen, Spielsucht, Schulangst, Mobbing)

- Schüler/innen die miteinander Konflikte haben

- Sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte Schüler/innen

- Schüler/innen mit zeitweiligen Lernproblemen

 

2.2.2 Gruppen oder Klassen

 

- Schulklassen

- Schüler/innen aus verschiedenen Schulklassen

- Gruppen mit schulischen, beruflichen und sozialen Problemen

- Schulklassen mit erhöhtem sozialpädagogischen Betreuungsbedarf

- Mädchen und Jungen

 

2.2.3 Lehrer/innen

 

- Alle Lehrer/innen

- Beratungslehrer/innen

- Lehrer/innen die Lust haben im Team zu arbeiten

 

2.2.4 Schulleitung

 

2.2.5 Schulgremien

 

- Gesamtkonferenz, Schülerrat, Schulelternrat, 5er Lehrer-Konferenz, Schulzentrum Nord, Beratungsnetzwerkteam der Schule

 

2.2.6 Eltern

 

- Schulpflegschaft, alle Eltern der Schülerinnen und Schüler

 

2.2.7 Gemeinwesen

 

- Freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe (Jugendförderung des Jugendamtes)

- Jugendkontaktbeamten der Polizei Dortmund (Jucops)

- Arbeitskreise wie z.B.: AG Juno, AG Hafenrunde, AG Nordmarkt, Arbeitskreis Jugendhilfe-Polizei etc.

- Facheinrichtungen und Beratungsstellen (Drobs, Zoff-Beratung, Erziehungsberatungsstelle Westhoffstrasse)

- Vereine (Grünbau e.V.)

 

2.3 Ziele der Schulsozialarbeit

 

2.3.1 Auf der Ebene der Schüler/innen - Prävention

 

- Verbesserung des sozialen Klimas in Gruppen, Klassen und in der Schule

- Förderung der sozialen Kompetenzen

- Stärkung des Selbstwertgefühls

- Verbesserung der Selbsteinschätzung

- Förderung der Kommunikationsfähigkeiten

- Befähigung zur konstruktiven Konfliktlösung

- Förderung der gegenseitigen Akzeptanz

- Übernahme von Verantwortung für das eigene Verhalten

- Entwicklung und Förderung der Eigeninitiative

- Positive Lebensbedingungen schaffen und erhalten

- Erkundung und Förderung individueller Neigungen und Entwicklungen

- Förderung der Kreativität und Interessen

- Entwicklung und Förderung eigener Ideen

- Ressourcen stärken und nutzen

- Integration einzelner Schüler/innen

- Förderung demokratischen Handelns

 

Intervention

 

- Aufbau einer Vertrauensbasis (Beziehungsaufbau), Ansprechpartner sein

- Vermittlung eines Sicherheitsgefühl (Ansprechpartner in schwierigen Situationen)

- Ermutigung der Schüler/innen über Probleme zu reden (psychosoziale Entlastung und Verringerung des Leidensdruckes)

- Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls

- Gemeinsame Erarbeitung realistischer Ergebnisse (Handlungsalternativen und Lebensperspektiven)

- Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung der Schüler/innen

- Motivation zur Mitarbeit der Schüler/innen und zur Selbsthilfe

- Entwicklung von Lern – und Hilfsstrategien

- Geschlechtsspezifische Arbeit (Rollenfindung)

- Förderung demokratischen Handelns

- Interessenvertretung der Schüler/innen

- Aufklärung der Schüler/innen über Rechte und Möglichkeiten

 

2.3.2 Auf der Ebene der Schule (Schulleitung und Lehrer/innen)

 

- Beratung und Vermittlung in Problemsituationen

- Klimaverbesserung in der Schule

- Planung und gemeinsame Durchführung von sozialpädagogischen Arbeitsweisen

- Abstimmung der gemeinsamen Arbeit

- Koordination der Hilfe und Unterstützung von Schüler/innen und Schule

- Förderung der Akzeptanz sozialpädagogischer Sichtweisen

- Stärkung der sozialpädagogischen Handlungskompetenz

- Psychosoziale Entlastung der Lehrer/innen

- Austausch von sozialpädagogischen Sichtweisen und Methoden

- Sensibilisieren von Lehrer/innen für jugendliche Sichtweisen

- Unterstützung und Kooperation

 

2.3.3 Auf der Ebene der Eltern

 

- Abbau von Ängsten gegenüber der Schule

- Beratung und Unterstützung der Eltern bei der Antragstellung von Bildung- und Teilhabe oder bei Problemen

- Hilfen in Krisensituationen

- Motivierung der Eltern zur Mitarbeit, auch an schulischen Prozessen sowie Angeboten

- Verbesserung der Lebenssituationen der Schüler/innen

- Förderung der Erziehungskompetenz

- Vermittlung von Angeboten der Jugendhilfe und anderer Institutionen

- Unterstützung der Klassenlehrer/innen bei der Elternarbeit

 

2.3.4 Auf der Ebene des Gemeinwesens

 

- Integration der Schulsozialarbeit in das Gemeinwesen

- Nutzung gemeinsamer Ressourcen

- Interessenvertretung von Schüler/innen

- Gemeinsame Aktionen und Angebote

 

2.3.5 Auf der Ebene der Schule

 

Schule und Schulsozialarbeit haben das gemeinsame Bildungsziel, junge Menschen in ihrer - Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen und ihnen Kompetenzen zu vermitteln, damit sie ihre Potentiale entfalten, vorhandene Ressourcen nutzen, das gesellschaftliche Leben mit gestalten und die Herausforderungen ihres gegenwärtigen und zukünftigen Alltags bewältigen können.

 

2.4 Arbeitsweisen der Schulsozialarbeit

 

2.4.1 Einzelfallhilfe

 

- Beratung und Begleitung in allen Lebenslagen

- Einzel – und Gruppengespräche (z. B. Streitschlichtung- Konfliktanalysen, Installation von Helferteams bei Mobbing nach dem „No-Blame-Approach“)

- Vermittlung und Kooperation an das Jugendamt oder andere Träger der Jugendhilfe

 

2.4.2 Hilfen bei der Antragstellung im Rahmen von Bildung- und Teilhabe

 

- Ausflüge und Klassenfahrten

- Lernförderung

- Mittagsverpflegung

- Soziale und Kulturelle Teilhabe

- Schulbedarf

 

2.4.3 Gruppenarbeit und Training

 

- Analyse Klassenklima

- Trainings im Bereich Deeskalation, Anti-Gewalt, Mobbing und Cybermobbing

- Nachmittagsangebote und Soziale Trainings in der Schule

- Nachmittagsangebote und Soziale Trainings außerhalb von Schule

- Besuch von kulturellen und sozialen Ereignissen außerhalb von Schule

 

Schüller sollen in Nachmittagsangeboten und Sozialtrainings vor allem:

  • Mit anderen in Interaktion treten / richtig Kommunizieren lernen

  • Differenzierte soziale Wahrnehmung schaffen durch einfühlen in andere Kulturen und Gebräuche Gesetze, Regeln, Werte und Normen kennen und schätzen lernen

  • Gefühle erkennen und benennen (Hilfsmittel wie Gefühlsbarometer oder Smilies erlaubt)

  • Angemessene Selbstbehauptung ohne Beleidigung und Beschimpfungen kennen lernen

  • Einhaltung von Gesprächsregeln

  • Kooperation miteinander als Alternative zu aggressivem oder sozial isolierten Verhalten (Expertenteams „No Blame Approach“ – aus Tätern Helfer machen)

 

2.4.4 Angebote für Schülerinnen und Schüler

  • Vermittlung von Nachmittagsangeboten im Kulturellen BereichVermittlung von

  • Mittagsbetreuungsangeboten jeglicher Art

  • Vermittlung von kulturellen Einrichtungen, Vereinen etc. zur Freizeitbetätigung (Vernetzung im Stadtteil)

  • Vermittlung von Nachhilfe, Lernförderung

  • Beteiligung der Schüler an Angeboten der Schüler, z.B. Beteiligung von Schülern als Tutor am Projekt „Schüler helfen Schüler“, ein Nachhilfeprojekt von Schülerinnen für Schüler der Schule

  • Durchführung von kulturellen Angeboten an Schule in Kooperation mit freien/öffentlichen Bildungsträgern

  • Offene Gesprächsangebote

  • Austausch alltäglicher Erfahrungen und Erlebnisse

  • Beziehungsarbeit, Aufbau einer Vertrauensbasis durch regelmäßige Kontakte(z.B. in den Pausen)

 

2.4.5 Zusammenarbeit mit Lehrer/innen und der Schulleitung

  • Kooperation mit Lehrer/innen und der Schulleitung (regelmäßige Gespräche)

  • Absprache mit den Lehrkräften bei der Vorbereitung von Unterrichtsprojekten

  • Hospitationen/ Schülerbeobachtung und gemeinsame Auswertung

  • Einzelfälle können während des Unterrichtes betreut werden

  • Unterstützung bei der Elternarbeit

 

2.4.6 Elternarbeit

  • Beteiligung an Elternabenden und Elterngremien

  • Angebot von Elternsprechstunden

  • Hilfen bei der Antragstellung Bildung und Teilhabe

  • Beteiligung von Eltern bei schulischen Projekten

  • Hausbesuche

  • Vermittlung an Fachkräfte und Einrichtungen der Jugendhilfe

  • Kooperation mit Fachkräften und Instanzen, damit eine Vernetzung entsteht

 

2.4.7 Öffentlichkeitsarbeit

  • Dokumentation und Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen und Projekten auf der Internetplattform der Schule

  • Erarbeiten eines Konzeptes

  • Vorstellung auf Klassenelternabenden

  • Präsentation der Aktionen auf den Arbeitskreisen im Stadtteil (AG Juno, Hafen, Nordmarkt etc.)

 

2.5 Wichtige Voraussetzungen für die Umsetzung der Schulsozialarbeit

 

Die wichtigsten Vorraussetzungen für die Umsetzung der Schulsozialarbeit sind: Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Verlässlichkeit

 

- Freiwilligkeit:

Die Angebote der Schulsozialarbeit sind Angebote zu denen sich jede/r Schüler/innen freiwillig entscheiden kann

 

- Vertraulichkeit:

Die Schulsozialarbeit unterliegt der Schweigepflicht, welche nur von den Betroffenen selbst aufgehoben werden kann, es sei denn es besteht eine akute Gefährdung des Schülers wie z.B. Kindeswohlgefährdung

 

- Verlässlichkeit:

Besprochene Absprachen müssen Gültigkeit haben. Dabei ist es wichtig vorerst weniger Regeln zu vereinbaren, damit diese von allen Beteiligten eingehalten werden können, im Sinne von „weniger ist mehr“.

 

2.6. Prinzipien nach denen Schulsozialarbeit arbeitet

 

2.6.1 Schulinterne Zusammenarbeit

  • Verbindlichkeit durch feste Angebote

  • Aufgeschlossen gegenüber neuen Aufgabenfelden, Projekten etc. sein

  • Professionalität im Umgang mit Kollegium, Eltern, Schüler/innen

  • Teamarbeit, Lehrerschaft in Projekte mit einbeziehen

  • Flexibilität

 

2.6.2 Einzellfallhilfe

 

Beratung soll immer durch Neutralität, Offenheit, Empathie und Wertschätzung geprägt sein. Die Einbeziehung sozialer Umfelder soll gewährleistet sein

niederschwellige Angebote sollen gemacht werden (Klientel nicht überfordern)

 

2.6.3 Projektdurchführung

 

Projekte sollen professionell durchgeführt werden, im Stadtteil verankert sein oder mit Kooperationspartnern durchgeführt werden (Nicht alles allein machen – Offenheit bewahren, Öffentlichkeit schaffen, nicht alles für sich behalten)

 

 

3. Beispielhafte Angebote und Methoden der Schulsozialarbeit im Schuljahr 2011/12 und 2012/13

 

3.1. Schwerpunkt Gewaltprävention

 

Mobbing: No-Blame-Approach

Ein Angebot für alle Schülerinnen und Schüler der GBR

Ein Beratungsangebot der Schulsozialarbeit bzw. eine Möglichkeit aus Tätern – Helfer zu machen.

Durchführung: Dipl. Soz.Päd. Angela Hofele

 

Sozialkompetenztraining von der Jugendförderung des Jugendamtes für die Klassen 5-7

Durchführung Marc Fuchs, Markus Strotmann

 

Cybermobbing

- Elternabend

- Lehrerkonferenz /Multiplikatorenschulung

- Doppelstündige Unterrichtsbesuche durch Herrn Nehm und Herrn Beisemann zum Thema Cybermobbing für die Jahrgangsstufe 6 und 7

- Evtl. Theaterbesuch (z.B. der Stücke „rausgemobbt“ und rausgemobbt02“) .

 

BVB Lernzentrum – gegen Rechte Gewalt

Schüler der Klassen 7 und 8 besuchten das Lernzentrum des BVB. Neben einem Stadionbesuch mit umfangreicher Führung durch das Fußballstadion des BVB, setzten sich die Schüler mit Gewalt und Civilcourage auseinander. Angeleitet von einem Studenten der Universität Dortmund schauten die Schüler zwei Filme, in welche Personen unterschiedlich Gewalt erleben. Sie diskutierten darüber, wie sie sich in den Situationen verhalten hätten und spielten Lösungsvorschläge in einem kleinen selbstentwickelten Theaterstück vor. Gemeinsam entwickelten Sie einen Fahrplan für Civilcourage

 

Bus und Bahnshow

In Kooperation mit dem Helmholtz-Gymnasium fand in der Woche vor den Osterferien für die Jahrgangsstufe 7 der GBR und des HhG die Bus- und Bahnshow der DSW 21 statt.

In einem kurzweiligen Mix aus Showelementen für 25 – 30 Schüler, lernten die Schüler mit Themen wie Kommunikation, Umwelt oder Vandalismus umzugehen. Probleme beim Zeigen von Civilcourage wurden aufgegriffen. Das „Sozialtraining in der Bahn“ wurde von Profischauspielern durchgeführt. Dafür wurde ein Klassenraum mit viel Equipment zur Theaterbühne umgestaltet. Die Schüler spielten Gewaltsituationen durch und sprachen am Ende darüber, wie man am besten reagieren kann, ohne sich selbst zu gefährden.

 

Die Jugendkontaktbeamten der Polizei Dortmund, kurz die Jucops,

haben sich und ihre Aufgaben allen Klassen der Jahrgangsstufe 5 vorgestellt.

 

Baum des Respektes

Kooperation mit dem Nordstadt-Forum. An dem Projekt nahm die Klasse 8a der Gertrud-Bäumer-Realschule teil.

Die Klasse setzte sich unter Anleitung der Sozialpädagogin Frau Hofele aktiv mit dem Thema Respekt auseinander. Die Schüler diskutierten und beantworteten Fragen, wie „Was bedeutet für dich Respekt? Wer soll wen Respektieren? Vor wem hast du Respekt? Für wen empfindest du Respekt?“ und schrieben ihre Antwort auf einzelne Fahnen auf. Diese Fahnen wurden am 23. Februar 2012 im Stollenpark öffentlich von einzelnen Schülern vorgelesen und an einen Baum als Skulptur für vier Wochen aufgehängt. Aus diesem Projekt entstand eine enge Kooperation mit dem Projekt „Schule gegen Rassismus“ der GBR und dem Nordstadtforum, bzw. Christian Leye vom Planerladen.

 

3.2. SOR „Schule ohne Rassismus“

Jugendforum Nordstadt und die Gertrud-Bäumer-Realschule diskutieren mit Jugendlichen über Rassismus im Alltag

Das Jugendforum Nordstadt und das Konfliktmanagement (beides Planerladen e.V.) haben zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus“ der Gertrud-Bäumer Realschule mit Jugendlichen über das Thema Rassismus diskutiert mit dem Ziel, die Jugendlichen für Rassismus im Alltag zu sensibilisieren, eigene Vorurteile und Rassismen sichtbar zu machen und kritisch darüber nach zu denken. Oftmals manifestiert sich Rassismus mit seinen begleitenden Diskriminierungsformen in vielfältiger Form in unserem alltäglichen Verhalten und prägt unser Denken und Handeln.

Um den Einstieg in die Diskussion mit den Jugendlichen zu erleichtern, wurden eine Reihe von Kurzfilmen gezeigt, die Rassismus unter unterschiedlichen Gesichtspunkten behandelten.

 

Christian Leye, politischer Jugendberater vom Jugendforum Nordstadt: „Oft werden soziale Probleme mit ethnischen und kulturellen Unterschieden erklärt, gerade auch mit Blick auf die Nordstadt. Dabei wird oft auf Stereotype zurück gegriffen, die wir für „normal“ halten, ohne darüber wirklich nachgedacht zu haben. Ziel der Veranstaltung war es, die Jugendlichen für diese Vorurteile zu sensibilisieren. Die Gesprächsrunde mit vielen anregenden und interessanten Beiträgen war ein echter Erfolg.“

 

Durchführung und Planung der AG eines Sponsorenlaufs aller Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Schulleitung zu Gunsten von „Backup“, Beratungsstelle für Opfer von rechter Gewalt.

 

Zeitzeugen: Eine Holocaust-Überlebende berichtet aus ihrem Leben

Ausgewählte Schülerinnen und Schüler wurden zu diesem Gespräch eingeladen.

 

3.3. Studien und Berufswahl

 

- Berufswahlorientierung,Beratung und Begleitung, Bewerbungstraining

- Teilnahme „Girlsday“

- Besuch der Messe„Jobtec“

- Besuch „Mercedes“

- Besuch „Flughafen“

- „Infomobiel“ in der GBR

 

Babysitterdiplom

In Kooperation mit dem Helmholtzgymnasium.

Aus verschiedenen Schulen im Dortmunder Norden meldeten sich sehr interessierte Schüler und Schülerinnen zum Babysitterkurs an. 12 Schülerinnen und Schüler und erwarben das ersehnte Babysitterdiplom.

In den 14 Kursstunden, im Mai und Juni 2012, wurden die Jugendlichen durch eine erfahrene Kursleiterin des katholischen Bildungswerkes geschult. Den Schülerinnen und Schüler wurden neben den Grundlagen der Babypflege nicht nur die Rechte und Pflichten von Babysittern vermittelt, sondern auch wie wichtig Geduld, Einfühlungsvermögen und Fantasie beim Babsitten sind.

In einem großen praktischen Block am Wochenende lernten die Schüler und Schülerinnen kindgerechte Ernährung herzustellen, Säuglingspflege an einer lebensechten Puppe durchzuführen und und Spiele für Kleinkinder zu entwickeln. Mit viel Spaß wurde Brei gekocht und gegessen, gemalt oder Wackelenten hinter sich hergezogen.

Nach einer umfangreichen Abschlussprüfung erhielten die Schülerinnen und Schüler das ersehnte Diplom. Mit diesem Diplom können sie sich z.B. bei den Familienbüros und Kindergärten qualifiziert als Babysitter bewerben.

 

Organisiert wurde der Kurs von der Schulsozialarbeit der GBR in Zusammenarbeit mit der kbs (Katholische Bildungsstätte Dortmund) und dem Helmholtzgymnasium.

 

3.4. Angebote für Eltern

 

- Elternpflegschaftssitzungen

- Elternsprechtag

- Elternabend „Cybermobbing“ (s.o.)

- Elternsprachkurs

In Kooperation mit dem Helmholtzgymnasium und der Sprachschule „Projekt Deutsch lernen“ (pdl)a.

Alle Eltern, die die deutsche Sprache nicht als Muttersprache gelernt haben konnten sich für den Elternsprachkurs anmelden. Ein Elternabend wurde für den 27.März 2013 anberaum. Am Ende des Kurses, welcher am 16. April 2012 gestartet ist, können die Eltern den Abschluss „B1“ erreichen, welchen sie z.B. für die Einbürgerung benötigen oder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder einfach ein leichteres Leben in unserer Stadt.

 

Den Antrag, der dafür bei den Behörden nötig ist, konnten die Eltern mit unserer Hilfe stellen. Für Eltern die Transferleistungen wie Hartz 4 oder Wohngeld bekommen ist der Deutschkurs kostenlos, die anderen bezahlen 1€ die Stunde.

Der Kurs wurde auch für Eltern angeboten, die unsere Schulen nicht mehr besuchen, um Zeit zu haben den Kurs in Ruhe zu beenden.

 

3.5. Lernförderung

 

Schüler helfen Schüler - Lernförderung

Kooperation mit dem Helmholtz-Gymnasium

An dem Projekt für Schüler der Jahrgangsstufe 5-10 teil.

Schüler bekommen Nachhilfe von Schülern aus höheren Klassenstufen (Tutoren).

 

Hausaufgabenhilfe in der Mittagsbetreuung der GBR

 

Vermittlung von Nachhilfe, Vernetzung mit Kooperationspartner im Stadtteil JZ Konkret, Stollenpark, Juki, Stadtteilschule etc. durch Schulsozialarbeit

 

3.6. Krisen

 

Beratungsangebot der Schulsozialarbeit

für Eltern, Schüler und Lehrer

 

Kriseninterventionsteam

Frau Franca, Frau Hofele, Frau Ciesiolka und der Schulleitung

Entwicklung eines Notfallplanes und Nachsorge für Krisensituationen

 

Unterstützung der „Streitschlichter“

Austausch, Vernetzung und Reflexion des Handelns der Streitschlichter der Schule

 

Klassenklimaabfrage“ in allen Klassen

Anonyme Befragung auf Wunsch der Schülerinnen oder Lehrerschaft

Erarbeitung von Klassenregeln

 

No Blame Approach“ Installation in Klassen bei Mobbing

 

7. Kreatives

 

Theaterreal – Besuch Tintenherz mit 5 Klassen von Cornelia Funke für die Bühne bearbeitet von Robert Koall. Aufführung am 8. und 9. März 2012 um jeweils 11.00 Uhr Organisation und Vorstellung des Stückes in den Klassen. Nachbearbeitung im Form von Bildmaterial. Schüler haben Ausschnitte auf Papier gebracht.

- Besuch der Aufführung „Der Nussknacker“ von Tschaikowsky im Dezember 12 mit 4 Klassen

 

Lieblingsorte

Multimediaprojekt in Gemeinschaft mit dem Dortmunder U und dem Helmholtz-Gymnasium

Schwerpunkt Fotografie über Lieblingsorte in der Nordstadt.

Fotostrecken werden geschnitten und vertont.

Eine Ausstellung wird im Dortmunder U stattfinden

Möglichkeit den Kompetenz Nachweis Kultur zu bekommen

 

 

8. Gesundheit

 

Gesundheitsamt – Augenuntersuchung Klassen 5

Wir haben in diesem Jahr das Gesundheitsamt eingeladen eine Augenuntersuchung bei den 5er Klassen durchzuführen. Von den 150 Schülern, müssen ca. 30 Schüler zur Augenuntersuchung gehen.

 

Drogenprävention:

Check it“ Suchtvorbeugung in Coop. mit der Drogenberatungsstelle Dortmund in Jahrgangsstufe 9

 

 

9. Gender

 

Kooperation mit der Westhoffstraße:

- Genderprojekt in Klasse 8 (Mädchen, Junge sein)

- Sexualpädagogische Projekte (Aufklärung, Aids-Vorbeugung, Verhütung,Nein-sagen“)

- „Zoff-Jugendberatung“

(Teilnahme am Poetry-Slam mit Klasse 8 – 1. Platz)

 

Besuch Theaterstü style="margin-bottom:0cm;border:none;padding:0cm;line-height:100%;">Sonjas Entscheidung + Nachgespräch

Ein Mitmachtheater von Lorenz Hippe – über schwangere Minderjährige vom Theater Dortmund

 

Liebe, Love and Sexperts + Nachgespräch

Zusammenarbeit mit dem Fachreferat Suchtprävention „geile Zeit“ des Jugendamtes Dortmundes

Im Fritz-Henßler-Haus

 

 

10. Schülerfirma - WiUnSoFair – wirtschaftlich, umwelt- freundlich, sozialverträglich

- Betreut durch Frau Kanmaz

- Begleitung zu Aktionen wie der Ausstellung im Mondo Mio zu Kinderarmut

 

Sonstiges:

 

Nordstadtrallye

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 sollen für Sie interessante Kulturelle Einrichtungen (Westhoffstrasse, Stollenpark, Jugendzentrum Konret) kennenlernen. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Jugendförderung des Jugendamtes statt.

Die Schülerinnen stellen nach Besuch der Einrichtungen kreativ und spielerisch ihre Erfahrungen und Entdeckungen im Stollenpark vor.

 

Praktikum statt Klassenfahrt

6 Schüler der Klassen 10 nahmen nicht an der Klassenfahrt teil. Diese Schüler machten ein Praktikum im Guten Hirten Dortmund.

 

Cooperation mit der Tafel Dortmund

Schüler können dort Sozialstunden machen.

 

Vermittlung von Plätzen für Sozialstunden mit verschiedenen Altenheimen im Viertel